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Das Kompetenzzentrum Schlafmedizin

Neurologisch-psychiatrisches Kompetenzzentrum mit Schwerpunkten in Patientenversorgung, Forschung und Ausbildung.

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Breites Leistungsspektrum

Wir bieten leitliniengerechte ambulante und stationäre Diagnostik und Therapie für schlafgestörte Patienten. Ein weiterer Schwerpunkt besteht im Bereich schlafmedizinischer Forschung und schließlich stellt die Ausbildung mit dem Angebot verschiedener Lehrveranstaltungen und der Betreuung akademischer Arbeiten verschiedener Fachbereiche einen wichtigen Teil unserer Arbeit dar.

Leistungsumfang und Qualitätssicherung

Das Kompetenzzentrum für Schlafmedizin des CharitéCentrums Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie wurde im Jahr 1992 gegründet. Im Jahr 1994 erfolgte die Akkreditierung des Labors durch die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin. Für die erfolgreiche Fortführung der Akkreditierung muss sich die Einrichtung alle zwei Jahre einer erneuten Evaluation durch unsere Fachgesellschaft (Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin) unterziehen, in der die Prozessqualität überprüft wird. Diese Überprüfungen wurden seit der ersten Akkreditierung vor über 20 Jahren von uns regelmäßig erfolgreich abgeschlossen.

Das Schlaflabor verfügt über zwei polysomnographische Messplätze für die schlafmedizinische Diagnostik und Therapie. Für die Durchführung von Studien kann die Kapazität auf vier Messplätze erweitert werden.

Patientenversorgung

Unser Angebot für schlafgestörte Patienten gliedert sich in eine ambulante und stationäre Diagnostik nach der aktuellen Leitlinie "S3" der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM), wobei unser Schwerpunkt auf Abklärung des sog. "nicht-erholsamen Schlafes" liegt.

Während schlafbezogene Atmungsstörungen in Schlaflaboren mit lungenfachärztlichem Schwerpunkt oft bereits in ambulantem Setting behandelt werden können, sind bei vermuteten neurologischen oder psychiatrischen Ursachen von Schlafstörungen sowohl die ambulanten Voruntersuchungen als auch die gegebenenfalls anschließende Diagnostik im Krankenhaus weitaus komplexer. Die Abklärung folgt einem Stufenschema, wobei in der letzten Stufe eine stationärer Rahmen erforderlich ist. Wir bieten hier eine komplette diagnostische Abklärung von der ersten ambulanten Beratung bis hin zur stationären Komplexdiagnostik in unserem neurologisch-psychiatrischen Schlaflabor, die sich über einen stationären Aufenthalt von 3 Tagen (je nach Befundlage zu verlängern auf 4 Tage) erstreckt.

In der Therapie erfolgt in der Regel eine Kooperation mit den niedergelassenen Ärzten, wobei einzelne Krankheitsbilder (z.B. seltene Erkrankungen, sog. "orphan diseases") über unsere Hochschulambulanz weiter betreut werden können.

Forschung

In der Forschung bearbeiten wir aktuell folgende Fragestellungen bzw. Felder:

  • Haben hochfrequente elektromagnetische Felder einen Einfluß auf das Gehirn im Schlaf und im Wach
  • Methoden zur Erfassung der Tagesvigilanz
  • Hat eine Stimulation mit langsam oszillierender Gleichstromstimulation einen Einfluss auf die Gedächtniskonsolidierung im Schlaf?
  • Validierung von Aktigraphie-Software mittels Polysomnographie-Daten
  • ADHS im Erwachsenenalter und Schlaf
  • Schlafcoaching im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) bei der Bundeswehr
  • Teilnahme an klinischen Studien zur Überprüfung der Wirksamkeit neuer Medikamente gegen Schlafstörungen und zentrales PSG-Auswertezentrum für klinische Studien

Ausbildung

Wir beteiligen uns in vielfältiger Art und Weise an Lehr- und Ausbildungsveranstaltungen und betreuen Bachelor-, Master-, Diplom- und Doktorarbeiten. (Nähere Informationen finden Sie unter Studium und Aktuelles.)

Ausstattung

Die interdisziplinäre Schlafmedizin in der Klinik verfügt nicht nur über moderne diagnostische Methoden, sie hat auch die Infrastruktur für methodische und instrumentelle Weiterentwicklungen sowie für die Durchführung klinischer Studien auf internationalem Standard. Derzeit können in bis zu vier Ableiteräumen umfangreiche polysomnographische Untersuchungen durchgeführt werden. Für Tagesvigilanzmessungen werden neben dem polysomnographischen Multiplen-Schlaflatenztest (MSLT) und dem Multiplen Wachbleibetest (MWT) verschiedene computergestützte Testverfahren sowie die Pupillometrie eingesetzt.